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Campagnero Graf von Bernstorff |
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Sein größter Coup liegt schon rund 15 Jahre zurück: Während einer Pressekonferenz mit dem damaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer in Rumänien, in die er sich hineingeschmuggelt hatte, sprang Andreas Graf Bernstorff hinter einem Vorhang hervor und schnappte sich das Mikrofon. «Vor der gesamten Presseschar konnte ich unsere Informationen verkünden. Klaus Töpfer wollte damals den Skandal als Einzelfall verkaufen. Doch nach unseren Informationen wurden die Pestizide in mehrere Länder verschoben», erklärte Bernstorff, «Töpfer war aber klug genug, mir einen Platz anzubieten, und so konnte ich die gesamte Zeit über mitdiskutieren – auf Augenhöhe.» Der Campaigner von Greenpeace. Immer in der ersten Reihe, am richtigen Platz. Bis zum Jahr 2005 hatte er rund 17 Jahre für die Umweltorganisation Greenpeace gearbeitet. “Heute ist es viel schwieriger, die mediale Öffentlichkeit zu erreichen und Aufmerksamkeit zu erzeugen», sagt er. Das Ziel von Nichtregierungsorganisationen (NGO) sei es, sich auf Augenhöhe mit den Entscheidern zu bewegen, so Bernstorff. Aktuell nimmt Bernstorff Praxisvorträge und Praxisseminare zum Kampagnenmanagement am EC Europa Campus sowie an den Universitäten Witten-Herdecke und St. Gallen und der Erfurt School of Public Policy wahr. Er wird auch beim nächsten Internationalen Politikkongress der Zeitschrift „Politik & Kommunikation“ im Dezember 2008 in Berlin einen Workshop halten. Campaigning ist Thema Nummer eins in Wirtschaft und Politik.
Thekla Möller
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