| Olympiasieger Michael Steinbach unterrichtet am EC Europa Campus |
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Ruderer-Ass Michael Steinbach im Porträt / Experte im Bereich Sport- und Tourismusmanagement
„Die acht, neun Jahre Hochleistungssport im Rudern haben sich allein für die zwei Wochen Olympische Spiele gelohnt.“ Michael Steinbach, Olympiasieger im Doppelvierer bei den Spielen 1992 in Barcelona, schwärmt noch heute von den damaligen Erlebnissen: „Wenn man bei der Eröffnungsfeier vor 90.000 Zuschauern das Stadion betritt, läuft es einem schon eiskalt den Rücken runter. Das ist ein wahnsinniges Gefühl.“ Der am 3. September 1969 geborene Überlinger war schon immer sehr sportbegeistert. Sein großer Lebenstraum, Olympiasieger zu werden, wurde quasi sieben Jahre später geboren. Rosi Mittermaier gewann bei den Olympischen Spielen 1976 im Skifahren zweimal Gold und einmal Silber. „Als ich sie so oft gewinnen sah, wollte ich auch Olympiasieger werden.“ Bevor er dann im Alter von 13 Jahren zum Rudern kam, versuchte sich Steinbach in diversen Sportarten wie Geräteturnen, Leichtathletik, Fußball und Handball. Mit 15 entschied er sich dann endgültig für das Rudern als Hochleistungssport. Und die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. 1985 belegte Steinbach beim Bundesentscheid den zweiten Platz im Einer, wurde 1987 Jugendmeister im Doppelvierer und schaffte als Juniorenvizeweltmeister in dieser Disziplin im gleichen Jahr den internationalen Durchbruch. In den Jahren 1989, 1991 und 1992 holte er den Deutschen Meistertitel und wurde 1990 U23-Weltmeister. Den größten Erfolg seiner Laufbahn feierte er 1992 mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Gemeinsam mit Andreas Hajek, Stephan Volkert und André Willms sicherte er sich die höchste sportliche Auszeichnung im Doppelvierer, der zweitschnellsten Ruderdisziplin nach dem Achter. Das schönste Rennen seiner Karriere sei jedoch das Finale bei der Deutschen Meisterschaft 1989 gewesen, bei der sein Doppelvierer den etablierten Nationalmannschaftsvierer schlug. 1993 beendete Michael Steinbach seine Sportkarriere: „Rudern ist vom Training her sicher mit die brutalste Sportart überhaupt. Ich habe das Ruder an den Nagel gehängt, weil es mir schlicht und einfach schwer fiel, mich für das harte Training zu motivieren.“ Fortan konzentrierte er sich voll auf sein Volkswirtschaftsstudium, das er 1990 in Hamburg begann und 1996 in Konstanz als Diplom-Volkswirt abschloss. 1998 bekam er dann die Stelle als Betriebsleiter der Kur und Bäder Gesellschaft in Bad Dürrheim, wo er im Jahr 2000 Kurdirektor wurde. Seit Januar 2005 ist er mit seinem eigenen Unternehmen Steinbach & friends im Bereich der Tourismusberatung tätig und gilt als Experte auf dem Gebiet des Destinationsmanagements. Derzeit engagiert Steinbach sich auf Zypern und versucht dort die Insel über den Sport auf dem Tourismusmarkt neu zu positionieren. Darüber hinaus unterrichtet er am EC Europa Campus und an der Berufsakademie in Lörrach. Am EC Europa Campus lehrt er Sportökonomie und Sportmanagement. Der ehemalige Ruderer treibt auch heute noch gerne und regelmäßig Sport. „Sport ist für mich einfach die beste Möglichkeit, Stress abzubauen.“ Kai Globig |



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