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Nach dem Kampf ist vor dem Kampf

Interview KSC

Beim KSC bieten sich hervorragende Möglichkeiten für die Studenten des EC Europa Campus. Im Interview mit Sportjournalismus-Student Nicolas Heck spricht Rainer Scharinger, Trainer des KSC, über die Zukunft des Vereins. 17.05.2011


Sie sind schon der vierte KSC-Trainer in dieser Saison. Wie reagieren die Spieler darauf?

Meinen Spielern ist die Ernsthaftigkeit der Situation klar, denn nach dem Kampf ist vor dem Kampf. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir schnell Vertrauen zueinander finden müssen. Da ich selbst KSC-Spieler war, kann ich gut nachempfinden, wie es in den Spielern aussieht.


Haben Sie in den vergangenen Wochen Fortschritte an ihrer Mannschaft erkennen können?

In den Wochen, in denen ich hier bin, kann ich schon sagen, dass die Mannschaft gefestigt wirkt. Das sehe ich an den Trainingsleistungen, der Kommunikation und auf dem Spielfeld.


Sie haben einen Acht-Stunden-Tag eingeführt. Wie kommt diese Neuerung bei den Spielern an?

Für mich ist das völlig normal, dass man frühmorgens kommt und abends wieder geht. Von daher finde ich das Wort Acht-Stunden-Tag recht klischeehaft. Wenn man auf Platz 15 steht, sollte jedem klar sein, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein kann und einiges im Argen liegt. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch bei Video-Analysen oder Besprechungen der Taktik gibt es viel Arbeit.


Wie stehen Sie als alter Karlsruher zu den Fans und Zuschauern?

Über die Zuschauer mache ich mir keine Sorgen. Die unterstützen uns sensationell, trotz dieser schwierigen Saison. Es stimmt mich immer wieder optimistisch den 12. Mann hier im Stadion zu haben, und ich habe es immer wieder betont, es wird nur mit unseren Fans möglich sein, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen.


Zittern bis zur letzten Minute am letzten Spieltag: Waren die vergangenen Wochen Ihre stressigsten in Ihrer Karriere als Spieler und Trainer?

Keine Frage, sie zählen zu den stressigsten in meiner Karriere. Die Ausgangssituation war schwierig. Dann haben wir aber die Dinge entschlossen angepackt und sind belohnt worden.


Wird die kommende Saison vielleicht noch schwieriger?

Wir werden wieder ein schweres Jahr haben, was nicht heißt, dass wir nicht ein Stück nach oben rutschen können. Mit Braunschweig, Rostock und Dresden kommen sehr gute Aufsteiger. Von der 1. Liga kommen St. Pauli und Frankfurt. Die Liga wird viel stärker. Da kann niemand ernsthaft von uns erwarten, dass wir nach vorne durchstarten. Wir sind unten und wir müssen uns Schritt für Schritt nach oben arbeiten.

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