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Verband Deutscher Sportjournalisten: Interview mit Geschäftsführerin Ute Maag

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Ute Maag ist Geschäftsführerin beim Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) in Ludwigshafen. Die 38-Jährige wünschte sich seit den Olympischen Spielen 1984, Sportjournalistin zu werden, als sie mit zwölf Jahren die Fernsehübertragung verfolgte. In den folgenden Jahren verfestigte sich ihr Wunsch immer mehr, und nach einem Praktikum in der Sportredaktion der Badischen Neuesten Nachrichten stand ihre Entscheidung für diesen Beruf fest. EC-Sportjournalistikstudent Simon Janßen sprach mit Ute Maag. 

Sie sind seit über 20 Jahren als Journalistin tätig, waren auch als Pressesprecherin des Karlsruher SC aktiv. Sie kennen die Facetten der sportjournalistischen Arbeit. Worin liegt der Reiz? 

Einen Großteil des Reizes macht für mich die Spannung aus, die diesen Beruf begleitet. Es kommt selten vor, dass man zwei Tage hintereinander das Gleiche tut. Man kommt in Kontakt mit vielen Menschen und sieht dabei auch etwas von der Welt. Ein Nachteil ist sicherlich die Tatsache, dass man keine festen Arbeitszeiten hat und meistens dann arbeitet, wenn die anderen frei haben. Dies kann das Familienleben und die sozialen Kontakte erschweren, besonders bei Kolleginnen mit Kindern. 

Sie sind Geschäftsführerin beim Verband Deutscher Sportjournalisten. Was bietet der Verband seinen Mitgliedern? 

In erster Linie bietet der VDS Sportjournalisten ein Forum zum Austausch untereinander, außerdem juristische Beratung, diverse Fortbildungen, die Vergabe des Presseausweises und andere Dienstleistungen. Wir sind keine Gewerkschaft, sondern ein eingetragener Verein mit rund 3600 Mitgliedern. Sie müssen im Hauptberuf Sportjournalisten sein. 

Welche Aufgaben hat eine VDS-Geschäftsführerin? 

Ich bin das Mädchen für alles. Meine Aufgabe ist es, den Verband am Laufen zu halten, vor allem die Mitglieder zu betreuen. Am meisten Spaß macht mir jedoch die Aufgabe, selbst für unsere monatlich erscheinende Zeitschrift Sportjournalist zu schreiben. 

Gibt es Trends, die sich in der Branche durchsetzen? 

Von Trends kann man weniger sprechen als von einer Weiterentwicklung. Durch den mittlerweile stark verbreiteten Online-Journalismus, kommen Informationen schneller beim Leser an. Eine halbe Stunde nach einem Abendspiel gibt es bereits einen Bericht. Für den Printjournalismus bedeutet das, dass die Aufarbeitungszeit für Hintergrundinformationen genutzt wird. Zeit, die man beim Online-Journalismus sehr selten hat. 

Welche Perspektiven haben angehende Sportjournalisten? 

Die Perspektiven des Einzelnen hängen natürlich von den individuellen Fähigkeiten ab. Durch die steigende Tendenz zum Online-Journalismus müssen sich angehende Sportjournalisten  intensiv mit dem Thema befassen und sich mit dem Medium auskennen.


Simon Janßen

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