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Interview mit dem Präsidenten der Deutschen Public Relations Gesellschaft Ulrich Nies, Leiter der Einheit Information Coordination in der Zentralabteilung Unternehmenskommunikation der BASF und Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), informierte die Studenten des EC Europa Campus im Praxisdialog über die Unternehmenskommunikation bei der BASF. Die BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt mit weltweit über 95.000 Mitarbeitern. Außerdem konnten die Studenten des EC Europa Campus in Mannheim und Baden-Baden die Industrieeinlagen der BASF in Ludwigshafen besichtigen. Sina Ollinger und Lisa Schild sprachen mit Ulrich Nies über die Zukunftschancen der Studenten im Fachbereich Public Relations.
Während meines Studiums an der Mainzer Gutenberg-Universität im Fach Publizistik arbeitete ich als Redakteur in einem Verlag. Mit der Rolle des Journalisten als Politiker mit anderen Mitteln konnte ich mich nie anfreunden. In dieser Zeit lernte ich, dass Journalisten nicht dazu da sind, die eigenen, persönlichen Interessen durchzusetzen, sondern es vielmehr darum geht, Kommunikations- und Informationsinteressen anderer zu befriedigen. Wenn man diese Rolle akzeptiert, ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Unternehmenskommunikation. Sie sind Präsident der Deutschen Public Relations-Gesellschaft, wie sind Sie dazu gekommen? Die ersten Jahre meiner PR-Tätigkeit waren auf interne Kommunikation ausgerichtet. Ich fungierte als regionaler Vorsitzender des Verbandes der Mitarbeiterkommunikateure und baute ein Netzwerk für Kommunikateure auf. Ende 2000 war dieser Verband im Begriff sich aufzulösen, weil nicht genug Schwungmasse vorhanden war. In einer Versammlung verkündete ich etwas provokativ: „Ich will euch auflösen, wählt mich zum Vorsitzenden.“ Und sie nahmen das kurioserweise an. Dadurch bin ich mit meinem Verband in die DPRG gekommen. Weil ich meinte, dass es keinen Sinn macht, einen Verband nur für interne Kommunikation zu leiten. Ich wurde also Vorstandsmitglied der DPRG, bevor ich Mitglied war. Worum kümmert sich die DPRG und welche Ziele verfolgt sie? Wir sind der Berufsverband der PR-Fachleute in Deutschland, vertreten die Interessen unserer Mitglieder, informieren und unterstützen sie in berufsständischen Fragen. Wir kümmern uns um die Einhaltung der PR-Richtlinien, die wissenschaftliche Aufarbeitung und Auswertung der PR. Wir wollen zur Errichtung allgemeingültiger Ausbildungsstandards beitragen und unseren Mitgliedern umfangreiche Serviceleistungen bieten. Wir schaffen Angebote für Studienanfänger und fördern Nachwuchskräfte. Es findet ein regelmäßiger Austausch mit Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Verbänden und Agenturen statt. Wir fördern das Ansehen des Berufsstandes und vertiefen die Kenntnisse über ihn in der Öffentlichkeit. Die DPRG ist ein hervorragender Verband für eine persönliche Beratung innerhalb eines internationalen Netzwerks. Wie schätzen Sie den Arbeitsmarkt für PR-Absolventen ein? Probieren Sie beides aus: Unternehmen und Agentur! Mittelfristig sehe ich die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sehr positiv. Der Markt im Bereich PR wird weiterwachsen, sowohl in Agenturen, als auch in Unternehmen. |



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